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    <dc:publisher>popocatepetl</dc:publisher>
    <dc:creator>popocatepetl</dc:creator>
    <dc:date>2008-07-12T20:57:54Z</dc:date>
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    <title>c&apos;est la raison pour laquelle je suis heureuse</title>
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    <description>Wer ich bin und aus wie vielen Molekülen oder Zellen oder Zellbausteinen oder Mikrofilamenten ich bestehe und wieviele Nanosekunden ich auch auf der Welt sein mag, wieviele Honigtropfen bisher meine Lippen berührten und wer sich auch jemals mit mir sehen ließ: Was ist das Ich und, vor allem, wie kriege ich es zu fassen? Oder ist das denn überhaupt vonnöten? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ich weiß: Mein Lächeln besteht aus tausenden Spiegelsplittern. Und wir gehen auf in Sternenstaub. Du ziehst die linke Augenbraue hoch und grinst wie ein kleiner Junge. Ich will die Gischt sein, ich wil die Schaukrome sein, wenn du an den Deich heranrollst. Ich will die Möwe sein, die über deinem Haupt kreist und dir Liebesschwüre zukreischst; can you hear me, can you hear me? Hey, Sternschnuppe, hey, grüner Grashalm an warmen Sommertagen, hey, salzige Träne, hey, du Herzfaser - willst du wohl bei mir bleiben? Für immer vielleicht? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dein Oberkörper ist weiß und eine Narbe ziert deine rechte Brust. Du willst mir nicht sagen, woher sie stammt, noch nicht. Das mit uns klingt nach Hollywood oder wann springt einem ein Junge mit solch schönen Augenbrauen aus der Straßenbahn hinterher? Und wie oft passiert es, dass er sich ein paar Tage später meldet? Und bitte wer kann mir sagen, warum ich mich so sehr verliebe, dass ich nichts mehr essen kann, dass ich nicht mehr schlafen kann, dass ich nicht mehr lernen kann? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lass uns ins Meer taumeln, lass uns tanzen, lass uns im Mondlicht knutschen. Heute: Herz im Sonderangebot, du kannst es für den halben Preis erwerben, was sag ich, du kriegst es umsonst und zwar jetzt und zwar hier und sofort. &lt;br /&gt;
Könntest du mich mal eben küssen, bitte?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[etwas weniger pathetisch: am vorletzten mittwoch trafen wir uns und tranken cocktails. dann gingen wir aufs dach dieses hochhauses und lagen in strandkörben. du hast mir ein bier geschenkt und wir haben bis halb zwei in der nacht geredet. dann kam dein zug. am donnerstag dann ein essen in der unimensa und eine zaghafte umarmung. das gefühl, dich ewig zu kennen. am letzten dienstag ein kinofilm und deine hand, die meine sucht (und findet, yeah). und mittwoch küsst du mich auf den mund.]</description>
    <dc:creator>popocatepetl</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 popocatepetl</dc:rights>
    <dc:date>2008-07-12T20:20:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://lumus.twoday.net/stories/5027030/">
    <title>Bestäub dich selbst</title>
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    <description>Mittlerweile bin ich nicht mehr der Auffassung, dass es darum geht, irgendwann anzukommen. Es ist die ganze Zeit eine Jagd, eine Suche - vor allem nach mir selbst, aber auch nach irgendjemandem, der als Gegenstück fungieren könnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seltsam und verrückt ist es, was in den letzten Tagen passiert ist. Ich habe mich mit dir gestritten und beschlossen, dass es Zeit ist, dass ich von dir verschwinde und du deine klebstoffgetränkten Worte bitte an jemand anderen verschwendest. Ich bin damit fertig. Ich kann und will es nicht mehr hören. Wirf deine pollenartigen Gedanken, wirf deine Netze woanders aus. Bestäub dich selbst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Mittwoch, als zuerst ich aus der Straßenbahn stolpere, am Hauptbahnhof - oder an der &lt;i&gt;Main Station &lt;/i&gt;wie es die Bahnansage für die Touristen verkündet - und er mir hinterher. Ich höre es noch keuchen hinter mir und hätte doch niemals für möglich gehalten, dass so filmartige Sequenzen in &lt;i&gt;meinem&lt;/i&gt; Leben passieren. Er sagt, ich sei ihm schon an der Universitätshaltestelle aufgefallen und ein wenig packt mich die Paranoia, weil ich ihn nicht bemerkt habe und wer weiß, wo er in der Bahn saß, wer weiß, wie lange er mich schon beobachtet, wer erinnert sich noch, wieviel dummes Zeug ich möglicherweise M. in der Bahn erzählt habe, wieviel davon eigentlich oberpeinlich war - egal, denn hinterhergerannt ist er mir trotzdem. Ich kann mir das Grinsen nicht verkneifen und als mir wenig später beim Plasmaspenden ein etwas erhöhter Blutdruck diagnostiziert wird, tu ichs schon wieder. Und dann, als ich tagelang auf eine Nachricht warte, und dann, als ich es schon fast wieder vergessen habe, plötzlich eine &lt;i&gt;short message&lt;/i&gt;. To be continued. As it seems. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gestern schließlich eines der besten Konzerte, vielleicht das beste, was ich je gesehen habe und gleichzeitig meine &quot;Die Ärzte&quot;-Premiere. Ich bin noch immer begeistert, auch wenn es mir heute schlecht geht, weil ich etwa acht Stunden gestanden habe, weil ich etwa drei Stunden geschrien habe, weil,...&lt;br /&gt;
Ein Ausschnitt:&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.youtube.com/watch?v=33mkD8JJLYg&quot;&gt;http://www.youtube.com/watch?v=33mkD8JJLYg&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun lerne ich Botanik und Grammatik und etwas über &lt;i&gt;la cohérence textuelle.&lt;/i&gt; Und am Dienstag gehts schon wieder los mit den Prüfungen. In zwei Monaten fahr ich nach Frankreich... &lt;br /&gt;
Nebenbei ist auch noch das EM-Finale, ich freu mich. Niemals werde ich wieder am Leben zweifeln (so sieht es jedenfalls im Moment aus).</description>
    <dc:creator>popocatepetl</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 popocatepetl</dc:rights>
    <dc:date>2008-06-29T13:49:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://lumus.twoday.net/stories/5024790/">
    <title>Ich bin hier oben auf meiner Wolke</title>
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    <description>&quot;Du warst mal der tollste Mensch der Welt, wirklich. Aber du bist wirklich nur noch ein egoistischer Haufen!&quot;  Oh bitte, also wenn du das so siehst. Denke ich und wische mir die Tränen aus der Erinnerung, die ich je deinetwegen geweint habe. Du forderst, ich solle zu dir zurückkommen, damit es dir gut geht und dann schleuderst du mir - zwei Sekundenpartikel später - das hier entgegen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer ist hier der Egoist? Wer ist hier Monsieur Inkonsequenz? Auf dem Mixtape hat mal dein Name gestanden und angehört hättest du es dir doch nie. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich will auch keinen Gedanken mehr an dich verschwenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für immer und nimmermehr, Junimond.</description>
    <dc:creator>popocatepetl</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 popocatepetl</dc:rights>
    <dc:date>2008-06-27T21:47:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://lumus.twoday.net/stories/5010598/">
    <title>Ich muss erstmal gar nichts.</title>
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    <description>In den letzten Wochen, oder besser am letzten Wochenende, ist eindeutig zuviel Alkohol geflossen. Sonst wären garantiert einige dumme ... Vorkommnisse nicht passiert. Mal ehrlich, dieser Kuss schmeckte nur aufregend, weil er sich mit weißem Rum vermischt hatte. That&apos;s it, old friend. (Ich steh nur so rum, tu so dies und das, fahr mir durch das Haar und schon willst du was.)&lt;br /&gt;
Zwischendurch, das heißt in den letzten sieben Tagen, bin ich mir immer mal wieder ein wenig dumm vorgekommen. (Dass es dich so trifft, hab ich nicht gewusst.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was denke ich in den Stunden dazwischen? Was denke ich in den letzten siebenundsechzig Tagen, bevor ich im Zug nach Frankreich sitze? Was plane ich, was lerne ich, was lebe ich? (Lernst du noch oder lebst du schon?) Vielleicht lebe ich das kleine Modell vom Leben, das ich mir immer ausgemalt habe. Gestern konnte ich es zu Hause kaum noch aushalten. Zu oft passiert es mir mittlerweile, dass ich genervt bin von den alten Gesichtern und nach draußen strebe (Ich will die ganze Welt sehen.), dass ich am liebsten sofort trampen würde - wenn das nicht so gefährlich wäre, alleine -, weg, nur weg und in einem kleinen Waldstück mein Zelt aufstellen wollte, und ein Lagerfeuer und eine Gitarre und etwas mehr Klischee, bitte bitte mehr davon. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stattdessen suche ich mein sog. Leporello, um mein Auslandssemester beantragen zu können. Ist nun dies das Abenteuer? Dass ich mir meine Freiheit beantragen muss? Ich gleiche Vorlesungsverzeichnisse miteinander ab und stelle gar nicht mal so entsetzt fest, dass ich wahrscheinlich und unverschuldeterweise ein Jahr zusätzlich studieren muss. Das also hat mir Bologna beschert: Nichts wird anerkannt und für &lt;strike&gt;jeden Scheiß &lt;/strike&gt; alles, was ich im vierten Semester in Biologie studieren möchte, brauche ich Zugangsvoraussetzungen, die ich in Frankreich aus stundenplantechnischen Gründen nicht werde erwerben können, merci beaucoup und de rien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleich geht es schon wieder nach Bremen, momentan suchen wir einen Zwischenmieter für meine Auslandszeit. Ich hoffe, dass sich da bald jemand findet, sind ja nur fünf Monate. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nächsten Samstag findet endlich das Ärzte-Konzert, open air!, statt. Ich freue mich sehr und weiß genau, dass ich danach erst einmal wieder etwas ähnlich tolles finden muss, was mich motiviert, bis zum 14. August durchzuhalten und brav meine Prüfungen zu bestehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den perfekten Jungen, einen, mit dem man etwas gemeinsam hätte und dem man die Haare durchwuscheln könnte, habe ich nach wie vor nicht gefunden. Aber ich stürze mich auch lieber alleine durch mein Leben, im Moment und hoffe, dass der Zufall mir irgendwann Glück bescheren wird (dabei bin ich doch gerade gar nicht unglücklich). Ich bin HansdampfinallenGassen, beim sog. Public Viewing, auf sog. Cocktail-Partys und irgendwo in dunklen Kellern, zwischen Rauch, Nebelscheinwerfern, Rotlicht, Parfum, Schweiß, Tönen (war, ist, bleibt: immer Musik) und Ethanol in allen möglichen Zusammenstellungen.</description>
    <dc:creator>popocatepetl</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 popocatepetl</dc:rights>
    <dc:date>2008-06-22T15:29:00Z</dc:date>
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    <title>sag mal weinst du</title>
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    <dc:creator>popocatepetl</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 popocatepetl</dc:rights>
    <dc:date>2008-06-17T17:57:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://lumus.twoday.net/stories/4963819/">
    <title>un jour je saurai tout ca</title>
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    <description>Ich gehe einen Schritt weiter (Vorsicht, Abgrund) und denke kurz darüber nach, mich in den nächsten Gulli zu übergeben. Ich kann nicht. Ich werde nicht los, was mich aufhält. An der Wand huschen Schatten vorbei und ich sollte hier nicht stehen, nicht an dieser Straßenecke in diesem Viertel dieser Stadt, nicht um diese Uhrzeit und schon gar nicht alleine. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paranoia treibt mich an, ich nehme noch einen Schluck (immer noch nur noch einen Schluck) und versuche, mich zu erinnern. Erinnern daran, wie es auf dem Friedhof war, an all die Ängste, die ich hatte und das, was ich noch heute fürchte, aber auch an all die Wünsche, all die Illusionen, all die falschen Freundschaften und, vor allem, falschen Lieben, an das mühsame Zusammenflicken zerrissener Herzfasern, an das Schreiben mit blutigen Fingern, an knisternde Glut, an spritzende Gischt, an meersalzige Tränen und zerrissene Kleidungsstücke. All das habe ich verloren, indem ich ging, aber soviel mehr gewonnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es stimmt, was der Ewigkranke geschrieben hat: Früher, in der Vorstellung, im Kopf eines anderen Ichs und doch des selben, sah die Zukunft anders aus, l&apos;avenir, l&apos;avenir pochte es in meinen Schläfen, unter den Fingernägeln, in den Haarspitzen, nur nicht im Herzen. &lt;br /&gt;
Alors, ich zog aus, mir meine eigene Welt zu zimmern, zog aus, die erste eigene Wand zu streichen, zog aus, um die Straßenbahn in Richtung Universität zu nehmen und dabei fremdsprachlichen Gesprächen zu lauschen, zog aus, mittags mit Tausenden in der Mensa zu sitzen, zog aus, ein Bild von den Zurückgelassenen aufzuhängen, zog aus, Postkarten in fremde Städte zu schreiben und Bücher kluger Menschen zu lesen, zog aus, um von hier aus die Welt zu erobern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute bin ich das alles zugleich. Ich wache an einem heißen Morgen zu spät auf, denn ich bin für mich selbst verantwortlich, ich nehme eine kalte Dusche und ertränke dabei halbversehentlich eine kleine Spinne. Ich föne meine Haare, die wirr und dabei geradezu philosophenhaft in meine Stirn hängen; der Pony ist viel zu lang, aber wer hat schon Geld und Zeit für einen Friseur?, also stecke ich ihn mit einer Spange zurück; es wird schon gehen. Leider erfülle ich nicht das Klischee eines kaffeetrinkenden Studenten und trinke fruchtig aromatisiertes Mineralwasser zu Schokoladenmüsli in wenig Milch. In der Uni sitze ich in einer Lerngruppe bestehend aus zwei Leuten und bin glücklich. Ich lerne dazu und es ist viel, was auf mich einstürzt, von wirklich allen Seiten, aber ich versuche, alles gleichzeitig hinzukriegen, nicht durch Prüfungen zu fallen und dabei Spaß zu haben und Leichtigkeit zu spüren, obwohl ich manchmal heulend im Bett liege. Manchmal ist alles zuviel. Auf der anderen Seite tanze ich dann nachts vor dem Dom in den nächsten Morgen, dazu ein Bier oder zwei und Leute, die ich nicht so genau kenne. Manchmal verliere ich mich in irgendwelchen Überlegungen oder Formulierungen, während ich an einer Hausarbeit oder einem Protokoll tippe und frage mich, ob es das ist, was ich will. Öfter fahre ich dann an den großen Fluss und betrachte die Biodiversität, all die Menschen, zwei, die sich küssen, zum ersten Mal, zwei, die sich streiten, zum letzten Mal, - und all das lohnt sich. Ich kehre dann um und kann wieder denken. Manchmal bin ich gedankenlos und in der nächsten Sekunde hochkonzentriert. Zum Beispiel, wenn ich gerade im Labor sitze und fünf Stunden lang Pflanzengewebezellen zeichne (ich habe daran Gefallen gefunden). &lt;br /&gt;
Selten bin ich ein bisschen verzweifelt, was Quatsch ist, das im Voraus, denn das Leben ist mit 19 Jahren sicherlich nicht vorbei und irgendwo wird es doch einen Mann geben, der mir gefällt (oder eher: dem ich gefalle, denn das dürfte schwieriger werden). &lt;br /&gt;
Ich pflücke Weiß-Klee und freue mich wie ein Hippie. &lt;br /&gt;
Das Leben ist schneller geworden. Ich bin nicht mehr so ausgestoßen, glaube ich und das liegt auch daran, dass ich die Masken aus der Schulzeit losgeworden bin, die nichtssagenden, dämlichen Mädchengesichter, die es einem schwer machen können, wenn man sich unzureichend fühlt für eine Welt voller Body-Mass-Index-Werte, Leuchtreklamen und Maybelline Jade-Produkte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ich in meiner Geburtsstadt bin, geht der Weg zum Deich.&lt;br /&gt;
Wenn das Wasser ganz laut tost, schreie ich gerne in den Wind - wenn mich keiner sieht. &lt;br /&gt;
Und der Blick geht immer aufs Meer, immer in die Ferne.</description>
    <dc:creator>popocatepetl</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 popocatepetl</dc:rights>
    <dc:date>2008-06-01T09:20:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://lumus.twoday.net/stories/4955970/">
    <title>one day we&apos;re gonna get so high</title>
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    <description>du, &lt;br /&gt;
du, mein mond, mein mars, &lt;br /&gt;
mein missglück&lt;br /&gt;
oder&lt;br /&gt;
meine erfüllung,&lt;br /&gt;
ich weiß nicht&lt;br /&gt;
weiter (einsundzweiunddrei),&lt;br /&gt;
ich bleib doch immer hier, &lt;br /&gt;
einmal venus, immer venus,&lt;br /&gt;
während warm durch venen fließt das blut, &lt;br /&gt;
ungestüm, ungeduldig, unaufhaltsam, ungewollt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
du,&lt;br /&gt;
du, niemals nachts neben mir,&lt;br /&gt;
sondern nur ein schatten&lt;br /&gt;
und schemenhaft und wie nebelschwaden&lt;br /&gt;
waberst du um meine waden, meine wangen, &lt;br /&gt;
weinen&lt;br /&gt;
muss ich,&lt;br /&gt;
wenn du mich nur &lt;br /&gt;
lässt, weinen, &lt;br /&gt;
wenn du mich nie&lt;br /&gt;
liebst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
du,&lt;br /&gt;
du, unumwunden unzureichend, unzulässig&lt;br /&gt;
zu mir sagend&lt;br /&gt;
wedelnd mit - &lt;br /&gt;
ist es ein taschentuch&lt;br /&gt;
oder&lt;br /&gt;
einfach nur klopapier?&lt;br /&gt;
hinaufbeschwörend, hinabgleitend, &lt;br /&gt;
in das tiefe, tiefe meer&lt;br /&gt;
salz in meinen augen, mehr, immer meer,&lt;br /&gt;
tränen tropfen träge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
du,&lt;br /&gt;
du, existierend für mich&lt;br /&gt;
um dich&lt;br /&gt;
&lt;strike&gt;eins&lt;/strike&gt;&lt;br /&gt;
zu fragen nur:&lt;br /&gt;
sind die tränen endlich müde?&lt;br /&gt;
ist die liebe endlich tot?&lt;br /&gt;
ist dein blick auf mich so trübe?&lt;br /&gt;
ist dein herz auch dunkelrot?&lt;br /&gt;
(oder ist da gar keins?)</description>
    <dc:creator>popocatepetl</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 popocatepetl</dc:rights>
    <dc:date>2008-05-28T19:48:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://lumus.twoday.net/stories/4892479/">
    <title>In den Mai tanzend, durch die Lüfte wirbelnd. Am Deich (immer wieder Deich, immer...</title>
    <link>http://lumus.twoday.net/stories/4892479/</link>
    <description>In den Mai tanzend, durch die Lüfte wirbelnd. Am Deich (immer wieder Deich, immer wieder ins Meer hinein, ins Meer) sammle ich Pflanzen mit violetten Blüten, um sie zu bestimmen und auch weil sie mir vorher gar nicht aufgefallen sind. Das muss ich wieder gutmachen. Ich hab die Welt selten so schön gesehen (drei Terroristen haben sich in die Luft gesprengt).&lt;br /&gt;
Aufs Wasser blickend, nicht zurück, jetzt nicht mehr. Ich zelebriere Engstirnigkeit und Egoismus, sauf mir die Seele ins Klobecken. Schnittwunden, alte Menschen und Lungenembolien; ich habe Angst. Einszweidrei, alles außer Gleichschritt, bitteschön. Meine Klamotten sind so bunt, dass es wehtut.&lt;br /&gt;
Ich will in den Wind gestreut werden und so ganz in Gedanken tausend Länder besuchen, zuschauen, wie die anderen leben und streiten. Vielleicht komm ich danach persönlich vorbei. Ich habe gute Laune und Kreislaufstörungen, ich bin entspannt (und rede zuviel, wenn du zuhörst).&lt;br /&gt;
Songtextzeilen, Gedankenfasern, Erinnerungsfetzen, ein Schnürsenkel, über den ich stolpere, eine algenbesetzte Spundwand, alles rast, egal, egal.&lt;br /&gt;
Hängen Sie mir eine Hydroxy-Gruppe an die Kohlenstoffe und alle werden sagen: and she was great when she was great.&lt;br /&gt;
(Könnte ich bitte ein bisschen nachdenken dürfen? Und könntest du mich mal eben küssen?)&lt;br /&gt;
Abwechselnd ich im Zug, in der Straßenbahn, auf Inline Skates, seltener auf dem Fahrrad oder im Auto, immer voran, voran und chemische Formeln formulierend (Benzoesäure, Trimethylheptan, was wollt ihr denn noch von mir?). Mikroskopiere pflanzliches Leben, lerne systematische Gruppen der Wirbellosen, bin frustiert, fasziniert, illuminiert, ethanoliert, echauffiert, manchmal nur dekorativ in einer Vorlesung sitzend, mir durch die Haarsträhnen fummelnd, nicht mehr so allein.&lt;br /&gt;
Habe das Gefühl, nur noch zuzunehmen und muss aber auch mal nur machen, was ich will oder was ich glaube, tun zu müssen. Gebt mir einen Sport, für den man nicht sportlich sein muss, irgendetwas zum Sich die Eingeweide aus dem Körper stülpen und neugeboren werden.&lt;br /&gt;
Einfach alles stimmt und nichts daran wirkt ungeschickt, unpassend, tollpatschig.&lt;br /&gt;
Ich rede so schnell, dass ich mich verhaspele, manchmal rot werde, peinlicherweise, aber ich bin da, man fragt mich, was ich davon halte.&lt;br /&gt;
Ich bestehe ein paar Prüfungen, komme irgendwie durchs Studium und fahre nach Frankreich.&lt;br /&gt;
Zwischendurch schwedische Vokabeln, der Versuch, meine Spanischkenntnisse aufzufrischen, ein paar Menschen, auf die ich keinen Wert mehr lege und andere, die ich manchmal vermisse, wenn ich sie nicht sehe.&lt;br /&gt;
Fehlt der Lockenkopf (aber der fehlte schon immer). Komm, Sternschnuppe.</description>
    <dc:creator>popocatepetl</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 popocatepetl</dc:rights>
    <dc:date>2008-04-27T16:35:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://lumus.twoday.net/stories/4860379/">
    <title>les cerises, encore une fois, again and again</title>
    <link>http://lumus.twoday.net/stories/4860379/</link>
    <description>Ich blicke zurück und weiß nichts, weiß die ganze Zeit gar nichts. &lt;br /&gt;
Ich klettere in den Kirschbaum und spucke Kerne auf den Asphalt. Wenn du kommst, mich zu holen: Ich bin gar nicht da. Je ne serai jamais ici, de acuerdo?&lt;br /&gt;
Ich blicke von hier aus in mein Gesicht von damals und sehe nur Unwissenheit. Und wüsste ich jetzt alles besser, es wäre doch nichts anders. Ich sehe die Gleise, das Kopfsteinpflaster und wie du mich in deine Arme schließt. Ich höre, wie du mir französische Worte zuflüsterst, lüsternbekloppt, wie du mir ein bisschen mehr Rum einschenkst als dir, wie du mit deinen Freunden sprichst oder mit denen, die du so nennst; ich bin berauscht. &lt;br /&gt;
Ich gebe zu: Ich betrinke mich immer noch an den Erinnerungen. Wie du sagst, dass du mich liebst, beispielsweise, wie dir Schweißtropfen auf der Stirn stehen, wie du heulst vor Angst, wie du verächtlich auf mich herabblickst. &lt;br /&gt;
Ich weiß, dass es nichts ändert, dass es absolut gar nichts ändert, ob ich nun auf einer Wiese liege, alleine, oder in der Mensa sitze (&quot;Ich bin alleine hier in einem Raum voller Menschen, die alle wie ich aussehn.&quot;) zwischen Tausenden. Davon hängt wirklich nicht ab, wie ich mich fühle.&lt;br /&gt;
Und wie ich mich fühle, das weißt du schon gar nicht, du der mir mit einem Lächeln im Gesicht die Fesseln anlegte, eins. Du, der mir die Mondsichel vor der eigenen Nase zerteilt hat, zwei, du, der immer nur die Unmöglichkeiten gesehen hat und nie die Chancen, drei. Du, der doch selbst nichts weiter hat als seinen Körper, vier, und ich bin bis heute nicht sicher, ob dieser Körper mit &lt;i&gt;irgendetwas&lt;/i&gt; ausgefüllt ist ([  ] Gehirn, [  ] Seele, [  ] Herz, ...). &lt;br /&gt;
Je ne comprends rien und mittlerweile ist mir das fast egal. &lt;br /&gt;
Ich will die Menschen nicht analysieren müssen, wenn sie mit mir reden. Will nicht mehr darüber nachdenken müssen, welchen Nutzen sie aus der Bekanntschaft mit mir ziehen oder warum sie sonst freiwillig meine Gesellschaft teilen. &lt;br /&gt;
Denn ich sitze jetzt auf dem Kirschbaum und reiche fast an die Sonne.</description>
    <dc:creator>popocatepetl</dc:creator>
    
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    <title>La grande Sophie - T&apos;es comment</title>
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    <title>repetition</title>
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    <description>Und ja: Mir schmerzt das Gesicht. Ich habe &lt;i&gt;vraiment &lt;/i&gt;Angst, es könnte zerplatzen; überall sind da rote Flecken und ich frage mich, ob ich etwas Falsches gegessen habe oder etwas Falsches getan, gedacht, gewünscht. Oder ob es etwas mit dir zu tun hat.&lt;br /&gt;
In der Straßenbahn und abends im Bett philosophiere ich so vor mich hin; ich verzweifle und finde das langsam ganz schön krank, was du hier anrichtest.&lt;br /&gt;
Du verstehst nicht, dass ich dich nicht sehen will: okay. Du wirst trotzdem vorbeikommen, sagst du: nicht okay, geradezu beängstigend, obsessiv, krankhaft und ich werde zum paranoiden Gespenst. Ich schleiche durch eins der Treppenhäuser eines Gebäudes auf dem Uni-Campus und, obwohl du nur einmal mit mir hier gewesen bist, fürchte ich, du könntest mich abfangen, irgendwo. Ich will dich nicht nicht wiedersehen, nur, weil ich Angst habe, dass da noch Gefühle sein könnten - so wie du die Sache gerne hinstellst; ich will dich &lt;i&gt;wirklich &lt;/i&gt;nicht sehen, weil ich wirklich und überhaupt nichts mehr von dir wissen will und nichts mehr für dich empfinde als Wutangsthassenttäuschung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe vergessen,&lt;br /&gt;
wie es geht,&lt;br /&gt;
how to walk&lt;br /&gt;
and how to speak.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oder die roten Flecken rühren daher, dass ich für diesen Anderen nichts besonderes bin. Dass er mit mir telefoniert wie mit jeder anderen. Mit mir, von der er genau weiß, dass ich so gut wie nie telefoniere, jedenfalls nicht ohne Sinn und Verstand, nicht einfach so, sondern nahezu ausschließlich mit einem Zweck dahinter. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spite and malice.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin der traurigste Song der Welt, das größte Häufchen Elend des Universums. Manchmal fühlt es sich komisch an, in mir gefangen zu sein. Nur noch die Dinge zu tun, die von mir erwartet werden und da nicht mehr rauszukommen, niemals. Ich kann nicht einfach so mit dir sprechen, meine Liebe, weil ich das noch nie getan habe und es komisch wäre, diese Mauer zu zerbrechen, den Schall hinter sich zu lassen, noch einmal von vorne anzufangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manchmal gehe ich eine Straße entlang und weiß nicht, wohin, weil es nicht ich bin, die einen Fuß vor den anderen setzt, sondern irgendeine stoische Mechanik, die mich antreibt und, sobald ich mich wehre, ins Stolpern bringt. Manchmal kann ich einfach nicht stehenbleiben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich kann dich nicht anlächeln, ich kann dir nicht antworten, nur irgendeinen blöden Spruch bringen oder anfangen, zu stottern, weil du es bist und du viel stärker bist als ich, weil du dir erlauben kannst, so zu sein, wie du bist, locker und fröhlich, und ich kann es nicht. Du fragst, wieso ich Schwedisch lernen möchte; ich könnte stundenlang darüber reden, aber so genau will das doch keiner wissen. Ich bin schon in der ersten Stunde irgendwie unterfordert, aber kann das nicht zugeben, weil ich diese Rolle, die mir auf den Leib geschrieben scheint, nicht mehr haben möchte: Ich will von euch nicht hören, wer ich bin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich würde es gerne selbst wissen und nicht immer weiterjagen müssen und suchen und nie erfahren, nur selten kurz schmecken, kurz riechen dürfen. In einem Sonnenstrahl oder in einer Schneeflocke, in einem Funken oder in einem Kuss, im Alkohol oder in einem Lied, &lt;br /&gt;
wann endlich mit dem Herzen? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Seele versteckt sich ichweißnichtwo.</description>
    <dc:creator>popocatepetl</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 popocatepetl</dc:rights>
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  <item rdf:about="http://lumus.twoday.net/stories/4832329/">
    <title>verschissen</title>
    <link>http://lumus.twoday.net/stories/4832329/</link>
    <description>Du sitzt wieder da und kannst deine Hände nicht von mir lassen. Ich entwinde mich; ich will alleine meine Haarsträhnen verzwirbeln, meine Wimpern ausreißen, meine Arme zerkratzen. Und als ich also gehe, höre ich dich noch verzweifelt-hysterisch kreischen und denke: &quot;Es ist viel zu hell hier&quot;. Mir brennt die Retina, die Kehle und in mir die Sehnsucht. Ein Schluck, ein Zug, eine Spritze. Was ist dein Glück mir wert?&lt;br /&gt;
Als ich dir Tür schließe und mich zum ersten Mal nicht nach dir umdrehe, als ich in den folgenden Tagen deine Anrufe, deine Briefe, deine erbärmlichen Betteleien ignoriere, erst dann wird mir klar, dass ich gegangen bin. &lt;br /&gt;
Oh, ich will dich nur vergessen. Im Regen unter Straßenlaternenlicht, im Sturm auf der Deichkrone, unter der Sonne auf dem alten Feldweg, den du nie mit mir gegangen bist und der mir deswegen ganz allein gehört, unter den Sternen in meinem Bett. Aber du klebst in den Bettfedern, zerrinnst bittersüß zwischen meinen Fingern, doch bleibst fragmentweise unter meinen Nägeln hängen, auf den Zähnen; denn du bist in der geatmeten Luft und zwischen den Nasenhärchen. Ich verbrenne nichts - anders als ich mir vorgenommen hatte. Nach ein paar Tagen schon sitze ich auf einer Mauer, fußwippend und allein, im Gesicht leicht gerötet von frühlingshafter Sonne, die Zuschauerränge in Fußballstadien erwärmt, und lächle jedem Lockenkopf heimlich hinterher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An einem anderen Tag betrachte ich seine buschigen Augenbrauen und seine vollen, geschwungenen Lippen. Ich erkenne ihn sofort wieder. Als ich ihn höre, trifft mich fast der Schlag. Ja, das ist die gleiche Mundart wie damals und es ist immer noch der Mensch, der es einmal war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Keine Ahnung, ob das bei mir genauso ist.&lt;br /&gt;
Ich hoffe nicht und manchmal hoffe ich es doch, hoffe, dass irgendeine Eigenart an mir liebenswert ist und wiedererkannt wird und hoffe, dass sich jemand in mich verliebt, in den ich mich auch verlieben könnte. Krank. Irgendwie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich will mich nicht mehr selbst zerstören, obwohl mir manchmal schrecklich langweilig ist, ich kaum aus dem Bett komme und sich alle Glieder schwer anfühlen.&lt;br /&gt;
Ich weiß ja, da sind auch andere Momente.&lt;br /&gt;
Tage, an denen ich mit eisernem Willen einen Weg gehe und auf einmal die Sonne auf mein Haupt scheint. Tage im Schwimmbad, Tage, an denen ich abends vom Bahnhof nach Hause hüpfe. Tage, an denen ich beim Autofahren so laut singe, dass mich Fußgänger komisch anstarren. Tage, an denen ich neue Wörter lerne oder an meine Zukunft denke. &lt;br /&gt;
Ich glaub, ich will das alles wirklich nicht mehr zerstören.</description>
    <dc:creator>popocatepetl</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 popocatepetl</dc:rights>
    <dc:date>2008-04-02T11:45:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://lumus.twoday.net/stories/4823636/">
    <title>I believe in a thing called love</title>
    <link>http://lumus.twoday.net/stories/4823636/</link>
    <description>Jetzt willst du mich auch noch wiedersehen. &lt;br /&gt;
Aber ich glaube nicht, dass es mir genauso geht. Ich glaube nicht, dass ich dich &lt;strike&gt;jemals&lt;/strike&gt;, also zumindest nicht in den nächsten paar Wochen, wiedersehen möchte. Es schmerzt zu sehr, dass du jetzt, da ich gegangen bin, vorgibst, mich erkannt zu haben. Auf einmal funktioniert es ganz blendend, wenn ich ein Kleidungsstück trage, dass nicht in deine Spießerwelt passt, es scheint dir zu gefallen, wenn ich bei einem Lied herumspringe, einfach so. Auf einmal macht es dir nichts aus, wenn ich gerne spazieren gehe und dabei Fotos von unberührter Natur schieße. Oh, ich gefalle dir so wahnsinnig. Du willst mich einfach nur zurück. &lt;br /&gt;
Und nein, mich kriegt man nur einmal und das ist jetzt vorbei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich schäme mich, dass wir uns manchmal tatsächlich über solche Dinge gestritten haben, die trivial sind und die jeder verdammte Kerl verstehen und akzeptieren würde, der mich nur ein bisschen mag. &lt;br /&gt;
Wie krank ist es, auf ein Mädchen sauer zu sein, das alleine auf ein Festival fährt? Und dann noch eingeschnappt zu sein, weil es vorschlägt, du könntest ja mitkommen. &lt;br /&gt;
Nein, das willst du nicht. &lt;br /&gt;
Also wirf mir nicht vor, egoistisch zu sein, weil ich gerne tanze. &lt;br /&gt;
Weil ich manchmal lieber ein Buch lese als sinnlos auf dem Bett herumzuliegen.&lt;br /&gt;
Aber auch, weil ich manchmal gerne allein bin.</description>
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    <dc:date>2008-03-29T19:28:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://lumus.twoday.net/stories/4818768/">
    <title>Forget love, I&apos;d rather fall in chocolate.</title>
    <link>http://lumus.twoday.net/stories/4818768/</link>
    <description>Gerade gerät alles aus den Bahnen und ich spiele tatsächlich mit dem Gedanken, nach Bremen abzuhauen. Nur für eine Nacht und dann vielleicht weiter zu sehen oder auch nicht; vielleicht renne ich weiter mit dem Brett vor dem Kopf durch Norddeutschland, hetze weiter von einem Ort zum nächsten, bin paranoid im Supermarkt, kaufe mir ein Eis oder eine schwarze Hose und muss mir vorwerfen lassen, eiskalt und ignorant zu sein. Nur nicht stehenbleiben; denn dann tut es weh, denn dann merke ich, wie es mir geht, denn dann denke ich nach und ich will dich vergessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Du bist der wundervollste und hübscheste Mensch der Welt. Egal, ob in Chucks oder im Müllsack, mir egal mit welchem Musikgeschmack. Ich will dich in den Arm nehmen, wenn es dir schlecht geht und mich mit dir freuen, wenn es dir gut geht. Irgendwann... irgendwann wirst du mir das glauben.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das fällt dir jetzt ein?  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du spielst uns alle gegeneinander aus und wenn ich also an dich denke, erscheint mir das Wort Hass fast zu weich. Du erzählst Dinge über mich, die nicht wahr sind und mir, dass mich alle als lästig empfinden und weil du weißt, dass man mir leicht ein schlechtes Gewissen und Minderwertigkeitskomplexe einreden kann, zelebrierst du das so richtig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann bin ich auf einmal der wundervollste Mensch? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du sezierst jede Herzkammer einzeln, nimmst hier ein Stückchen mit, da eine Faser - und was du zurücklässt sind Gefühlsfetzen, liebesschwürestammelnde Muskelzellen, ein zitterndes Seelengerüst, das sich am liebsten von der Autobahnbrücke stürzen würde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und du wagst es, mich überreden zu wollen? Du wagst es, zu äußern, dass ich dir fehle? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohja, du bist jetzt so anders und du empfindest ja so viel für mich.&lt;br /&gt;
Aber ich, ich sei die, die hier kalt ist, die keine zweiten Chancen verteilt, engstirnig und stur ist. &lt;br /&gt;
Merkst du nicht, wie du noch immer nur mich verantwortlich machst? Siehst du nicht einen Meter weit? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blabla, du kennst dich aus mit mir, du kennst jede verdammte Muskelfaser?&lt;br /&gt;
Achja? Woher willst du wissen, was ich denke, was ich fühle, warum ich heule? &lt;br /&gt;
Und wenn ich nur heule, weil es mir Leid tut, dass du mir nicht Leid tust? &lt;br /&gt;
Wenn ich nur heule, weil es mir Leid tut, dass ich rein gar nichts mehr für dich empfinde (außer HassHassHass)? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du bist zum Kotzen. &lt;br /&gt;
Ich heul doch nur, weil du das vielleicht schon immer gewesen bist. &lt;br /&gt;
Ich heul doch nur, weil ich Zeit verschwendet habe.&lt;br /&gt;
Ich heul doch nur, weil ich mir etwas von dir sagen lassen habe.&lt;br /&gt;
Und ich sollte nicht mehr heulen, weil du der Tränen nicht wert bist.</description>
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    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 popocatepetl</dc:rights>
    <dc:date>2008-03-27T17:15:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://lumus.twoday.net/stories/4787735/">
    <title>Michel Houellebecq: Die Möglichkeit einer Insel [Ausschnitte]</title>
    <link>http://lumus.twoday.net/stories/4787735/</link>
    <description>&quot;Es scheint Leute zu geben, die nicht an die Liebe auf den ersten Blick glauben; auch wenn sie nicht immer buchstäblich durch den allerersten Blick ausgelöst wird, lässt sich nicht leugnen, dass man die gegenseitige Anziehung sehr schnell spürt [...].&quot; S. 28&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Du bist jemand, der eine völlig unnormale Offenheit besitzt. Ich weiß nicht, ob irgendein besonderes Ereignis in deinem Leben dafür verantwortlich ist oder ob es durch deine Erziehung oder sonst was ausgelöst wurde; auf jeden Fall besteht kaum die Chance, dass sich so ein Phönomen in dieser Generation wiederholt. Die Leute brauchen dich tatsächlich, mehr als du sie brauchst [...]. Wir versuchen eine Welt zu propagieren, in der sich die Leute nur noch für gekünstelte, oberflächliche Dinge interessieren; Ernst oder Humor haben darin keinen Platz mehr, stattdessen stürzen sich die Leute bis zu ihrem Tod in eine Suche nach fun und Sex, die immer verzweifelter wird, eine Generation von endgültigen kids.&quot; S. 33&lt;br /&gt;
&quot;Zum ersten Mal erklärten junge, wohlerzogene Leute von relativ hohem wirtschaftlichen und kulturellen Niveau öffentlich, dass sie keine Kinder haben wollten und nicht den Wunsch hatten, den Ärger und die Last, die mit dem Großziehen von Sprösslingen verbunden war, zu ertragen.&quot; S. 66&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Und wenn jemand einen Menschen wegen seiner Schönheit liebt, liebt er ihn dann wirklich? Nein, denn die Pocken, die die Schönheit töten, ohne den Menschen zu töten, bewirken, dass er ihn nicht mehr liebt.&quot; S. 94&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Wenn wir Kummer haben oder eine Enttäuschung erleben, die uns das Leben vergiftet, sollten wir als Erstes umziehen, alle Fotos verbrennen und niemandem davon erzählen. Verdrängte Erinnerungen verblassen; das kann eine Weile dauern, aber sie verblassen tatsächlich. Das Netzwerk wird außer Betrieb gesetzt.&quot; S. 121&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Im ersten Lebensabschnitt wird man sich seines Glücks bewusst, wenn man es verloren hat. Dann kommt ein zweiter Abschnitt, ein Alter, in dem man, sobald sich ein neues Glück abzeichnet, bereits weiß, dass er nur von kurzer Dauer sein wird.&quot; S. 173&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Der Höchsten Schwester zufolge gehen die Eifersucht, die sexuelle Begierde und der Wunsch, Kinder zu zeugen, auf den gleichen Ursprung zurück: den Schmerz des Daseins. Der Schmerz des Daseins ist der Grund, weshalb wir in unserer Not die Gesellschaft anderer suchen; wir müssen dieses Stadium überwinden, um den Zustand zu erreichen, in dem die simple Tatsache, da zu sein, als solche schon einen ständigen Anlass der Freude darstellt und in dem die Intermediation nur noch ein reines, frei entfaltetes Spiel ist, ohne dass sich das Dsein darauf gründet. Kurz gesagt, wir müssen die Freiheit erlangen, gleichgültig zu werden, das ist die Voraussetzung für die Möglichkeit vollkommener Gelassenheit.&quot; S. 381&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Baudelaire: Tod der Armen&lt;br /&gt;
Es ist der Tod, der Trost gibt, ach, und Leben schenkt;&lt;br /&gt;
Er ist das einzige Ziel des Daseins, das wir sehen,&lt;br /&gt;
Er ist die Hoffnung, die mit ihrem Rausch uns tränkt&lt;br /&gt;
Wie Wein und Mut macht, bis zum Abend durchzustehen;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er ist das Licht, das, tief am Horizont versenkt,&lt;br /&gt;
Herflimmert durch den Frost, durch Sturm und Flockenwehen,&lt;br /&gt;
Er ist der Gasthof, den das Buch mit Lob bedenkt,&lt;br /&gt;
In de man essen kann, ausruhn und schlafen gehen.&quot;&lt;br /&gt;
S. 415&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Ich hatte die Unschuld wiederentdeckt, einen konfliktlosen Zustand ohne Bedingungen, hatte weder Plan noch Ziel, und mein individuelles Sein verlor sich in einer unbestimmten Reihe von Tagen; ich war glücklich.&quot; S. 456</description>
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